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Ein neues Leben beginnt mit dem ersten Schritt! – ProUganda zu Gast bei den Orthopädiemechanikern

Logo des Vereins ProUganda

Karsten Schulz (li.) mit Abteilungsleiter Dubbert und dem Initiator der Kooperation, Franko Klahr (re.)

Mit beiden Beinen fest im Leben stehen – was für uns selbstverständlich ist, ist für Menschen in Entwicklungsländern oft unerreichbar. Dass man mit viel Initiative und Engagement aber auch dort viel bewegen kann, beweist der Verein ProUganda - Prothesen für ein neues Leben. Bei einem Vortrag vor unseren Orthopädiemechanikern berichtete Karsten Schulz, selbst Orthopädiemechaniker und Gründer des gemeinnützigen Vereins, von der prekären Versorgungslage in Uganda und der Notwendigkeit kreativ zu werden, um vor Ort Prothesen bauen zu können.

Der Wunsch zu helfen kam Schulz bei Reisen nach Uganda, wo ihm die vielen Amputierten auffielen. In dem Land, ohne wirkliche Möglichkeiten zur medizinischen Versorgung und ohne funktionierendes Gesundheitssystem ist Amputation häufig das erste Mittel der Wahl bei Krankheiten, Unfällen und Kriegsverletzungen. Und so müssen dort viele Menschen versuchen ihren Alltag trotz massiver Einschränkungen und Behinderungen zu meistern, oft schlecht amputiert und mit schmerzhaften Stümpfen. Carsten Schulz erkannte den großen Bedarf an orthopädischen Hilfe und beschloss sogar einen Schritt weiter zu gehen und vor Ort eine Werkstatt zu errichten.

Die Resonanz auf sein Projekt war in der Bevölkerung riesig, berichtete Schulz, von überall her kamen die Patienten, teilweise zu Fuß und teilweise tagelang unterwegs. Es sprach sich schnell rum, dass ProUganda vor Ort ist und sich um die Versorgung der Amputierten kümmert. Die technische Ausrüstung ist dabei teilweise noch arg improvisiert und so kommen Bohrmaschine, Sägen und Klapptische zum Einsatz um z.B. mit Heizungsrohren als Grundlage Prothesen zu bauen. Klingt abenteuerlich, ist es auch, funktioniert aber und hilft den Patienten ungemein. „In Afrika geht es den Leuten gar nicht darum, eine perfekte Hightech Lösung zu bekommen, sondern darum überhaupt etwas zu haben, das funktioniert und ihnen ihren Alltag erleichtert.“

Seit 2017 gibt es nun die Orthopädie-Werkstatt von ProUganda, eine Insel der Hoffnung mitten im Dschungel. Die vielen freiwilligen Helfer haben jeden Tag viel zu tun, versorgen die Stümpfe, formen ab, bauen Prothesen und lernen Interessierte vor Ort in den Grundlagen der Orthopädiemechanik an. Eine eigene Berufsschule vor Ort ist daher auch das nächste große Projekt des Vereins, um das dringend benötigte Fachpersonal selber ausbilden zu können.

Die Schüler unserer Orthopädietechnik waren sehr beeindruckt von den Schilderung Schulzes und der Arbeit die ProUganda vor Ort leistet. Zum Schluss lud Karsten Schulz die Azubis ein, sich doch selbst ein Bild von der Arbeit des Vereins zu machen und motivierte so viele, den Verein zu unterstützen und vielleicht selbst einmal nach Uganda zu fahren um den Patienten vor Ort zu helfen.

Die CBS bedankt sich herzlich bei Karsten Schulz und ProUganda für den spannenden Vortrag. Vielen Dank auch an Kollege Franko Klahr für die Organisation des Besuchs und die Initiierung einer Kooperation mit der ProUganda e.V., die in den nächsten Jahren hoffentlich noch weiter ausgebaut werden kann.

(Sha)

09.11.2018

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